Armin Nassehis Muster der Digitalen Gesellschaft

26. August 2019 16:27 | #Allgemein #Bücher #Memetik #Soziologie #synch

Gute Rezension von Armin Nassehis Muster – Theorie einer digitalen Gesellschaft von Jürgen Kaube in der FAZ, ein Text über die „Überhitzungsmaschine Internet“ und eine Technologie, die latente Gesellschaftsmuster erfahrbar macht.

Ich hatte im Kontext von Nassehis Buch gestern erst darüber geschrieben, wie die Editierfähigkeit des Digitalen die ganze Gesellschaft einer neuen Dimension der Manipulation aussetzt.

modern an dieser Gesellschaft ist, dass es in ihr nur noch sehr wenige eindeutige Ordnungsmuster gibt, sondern vor allem eine Vielzahl von heterogenen Perspektiven und widersprüchlichen Orientierungen […]

Für Nassehi heißt Digitalisierung, dass nun jegliche denkbare Information in eine Form gebracht wird, die sie mit anderen Informationen vergleichbar macht und Wahrscheinlichkeitsschlüsse zulässt. Insofern mache sie das gesellschaftliche Geschehen transparenter. Ob das auch in den vielbeschworenen Filterblasen gilt? Wenn es mehrere davon gibt, schon, würde Nassehi vermutlich sagen. Das Internet sagt aus seiner Sicht, anders als Zeitungen, Bücher oder der Funk, nicht: „So ist es“ oder vorsichtiger „So scheint es zu sein“, sondern: „So scheint es diesem Beobachter zu sein, hier aber ist schon der nächste.“ […]

Digitale Technik zeichnet nicht nur auf und wertet aus, sie bringt auch Verhaltensweisen hervor. […] Nassehi möchte anhand der Digitalisierung die Gesellschaft neu entdecken, weil die digitalen Techniken für ihn selbst Techniken der Gesellschaftsentdeckung sind.

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